Wernigerode – Fachwerkjuwel am Harz

Als ich vor einigen Jahren eine Einladung zu einem Seminar in Wernigerode erhielt, gab es gleich mehrere Gründe diese anzunehmen. Ich kannte bis dahin kaum etwas vom Harz noch von den neuen Bundesländern. Von Wernigerode hatte ich aber schon von einer guten Freundin gehört, die dort Familie hat und schon zu DDR-Zeiten oft in Wernigerode zu Besuch war.

Wernigerode

Wernigerode

Hermann Löns nannte Wernigerode die „Bunte Stadt am Harz“ und das ganz zu recht. Sehr farbenfroh präsentieren sich die schön restaurierten Häuser der Altstadt mit ihren prächtigen Fachwerkfassaden. Allen voran das Spelhus, welches im 13 Jh. erbaut wurde und als Versammlungshaus für Tanz und Feierlichkeiten aber auch als Gerichtsgebäude diente. Mitte des 16.Jh wurde es schließlich zum Rathaus umgebaut. Besonders erwähnenswert ist auch die Fassade des Krummelschen Hauses von 1674. Nicht nur ist die gesamte Fassade aus Holz geschnitzt, auch die Motive sind recht ungewöhnlich: die Frau auf einem Nilpferd oder die nackte Frau auf einem Krokodil sind mit Sicherheit einzigartig auf Barock-Fassaden.

Sehr schönes Fachwerk, wenn auch nicht ganz so farbenfroh, findet man im Heideviertel, einem der ältesten Viertel der Stadt. Hier steht unter anderem das älteste Haus Wernigerodes aus dem Jahre 1400.

Einen Besuch wert ist auch das Schiefe Haus, dass mit 7% Neigungswinkel fast doppelt so schief ist wie der Schiefe Turm von Pisa.

Schiefes Haus

Schiefes Haus

Hoch über der Stadt thront das Schloss Wernigerode. Im 12.Jh. als Festung errichtet, wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals um- oder angebaut, sodass heute noch Reste verschiedener Baustile zu sehen sind. Und natürlich findet man hier wie überall in der Stadt Fachwerk. Leider hatte ich nicht die Zeit für eine ausführliche Besichtigung, aber der Aufstieg hat sich trotzdem gelohnt.

 

 

 

 

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