Sandmandala in Lüneburg

Viele von uns verreisen, um fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen. Doch manchmal haben wir Glück und die fremden Kulturen kommen zu uns nach Hause. Letzte Woche waren drei tibetische Mönche, Gesche Dschomlo und seine Kollegen Gesche Jampa und Gesche Sönam Tashi, aus der südindischen Klosteruniversität Sera in Lüneburg zu Gast, um in der Volkshochschule das Sandmandala des Medizinbuddhas zu streuen. Sechs Tage lang dauerte dieses beeindruckende Ritual. Ein Sandmandala dient der Meditation und stellt einen zweidimensionalen Palast für einen ausgewählten Buddha und seine Gefolgschaft dar. Fünf Tage lang wurde das Mandala gestreut bevor es am Samstag in einem feierlichen Ritual aufgelöst und die Ilmenau geschüttet wurde. Wir haben diese spannenden Tage für Sie in Fotos festgehalten.

Montag

Durch Gebete werden die Buddhas eingeladen, im Mandala vorübergehend einzuziehen und ihrem Segen auf das Sandmandala zu übertragen. Bevor aber der Sand gestreut werden kann, wird das Mandala ganz genau aufgezeichnet. Denn nichts ist zufällig. Jeder Strich, jedes Muster und jede Farbe ist in den alten Texten genauestens vorgeschrieben.

 

Das Mandala nimmt Gestalt an (Dienstag – Freitag)

Besonders faszinierend sind die filigranen Details des Sandmandala. Hier wird nicht nur mit Farben sondern auch mit Reliefs gearbeitet.

 

Samstag – das Mandala wird aufgelöst

Ist ein Mandala fertig gestellt, kehren die Buddhas zurück zu ihrem eigentlichen Wohnort und das Mandala wird in einem Ritual zerstört und in einen Fluss gestreut, sodass der Segen der Buddhas in der Stadt bzw. Region weiter wirken kann. Etwas von dem gesegneten Sand wird auch abgefüllt und beim Auflösungsritual an Anwesende verteilt.

 

Wer Gesche Dschomlo und seine Kollegen in Lüneburg nicht erleben konnte, muss nicht bis zu ihrem nächsten Besuch warten. Diese Woche sind sie in Hamburg im Völkerkundemuseum und die Woche darauf geht es nach Hannover ins Tibet-Zentrum.

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