Hansestadt Lüneburg

Als gebürtige Lüneburgerin bin ich schon ein wenig stolz darauf, in einer der schönsten Städte Deutschlands zu leben. Das war aber nicht immer so. Als Jugendliche war es mir überhaupt nicht bewusst, in was für einer einzigartigen Stadt ich lebe. Im Gegenteil, ich fand die „alten Gemäuer“, die mich überall in Lüneburg umgaben, gar nicht so toll und wollte nach dem Abi erst einmal weg. Nachdem ich mehrere Jahre in anderen Teilen Deutschlands und auch in den USA gelebt habe, habe ich erkannt, dass so gut erhaltene Altstädte wie in Lüneburg ganz und gar nicht selbstverständlich sind. Nach meiner Rückkehr hatte ich mir daher fest vorgenommen, meine Heimatstadt neu zu entdecken.

Aussicht vom Kalkberg

Lüneburg – Aussicht vom Kalkberg

Die Blogparade „Zeig mir Deine Gegend“ von „Die Welt von @kurzundknapp“ hat mich dazu inspiriert, diese Entdeckungsreise durch unsere über 1000 Jahre alte Hansestadt mit meinen Lesern zu teilen.

 

Unser Rathaus

Unser Rathaus ist eines der schönsten und größten historischen Rathäuser Deutschlands. Mitte des 13.Jhs wurde der erste Teil des Gebäudes errichtet und dann wurde in den folgenden Jahrhunderten je nach Bedarf mal auf der einen, mal auf der anderen Seite stetig erweitert. Natürlich jedes Mal in dem architektonischen Stil, der gerade „in“ war. Von Gotik bis Barock ist alles vertreten.

 

Das Wasserviertel mit Nikolaikirche

Dieses Viertel rund um den alten Hafen entstand im 13.Jh. Damals wurden hier Heringe und Salz verladen, heute ist es ein beliebtes Kneipenviertel – besonders im Sommer, wenn viele Gastwirte ihre Tische rausstellen und man direkt am Wasser sitzen kann.

 

Kloster Lüne

Vom Stintmarkt im Wasserviertel kann man entlang der Ilmenau auf dem alten Treidelpfad bis zum Kloster Lüne laufen. Das um 1170 gegründete ehemalige Benediktinerinnen-Kloster ist heute ein evangelischer Damenstift und die Damen bieten sehr schöne Führungen durch das Kloster und den Garten an. Aber auch die gut erhaltene Teppich- und Textilien-Sammlung ist sehr sehenswert.

 

Der Kalkberg

Natürlich haben wir auch Natur und das sogar mitten in der Stadt, denn auf dem Kalkberg am Rande der Altstadt, auf dem bis 1371 die herzogliche Burg stand, befindet sich seit 1932 eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Auf nur 7,6 ha findet man über 250 verschiedene Blütenpflanzen und zahlreiche bedrohte Tierarten in vier unterschiedlichen Biotopen.


Natürlich bietet sich Lüneburg auch als Standort für Ausflüge in die Umgebung an, in die Lüneburger Heide oder zu den Rundlingsdörfern im Wendland. Aber das würde den Rahmen hier sprengen. Über die beiden Regionen werde ich später mal gesondert berichten.

 

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